von Kressmann Taylor
Deutsch von Heidi Zerning
Szenische Lesung

Inhalt

1932: Max und Martin – einst enge Freunde und Geschäftspartner – leben getrennt durch Kontinente und bald auch durch Ideologien. Während Martin sich dem nationalsozialistischen Denken in Deutschland annähert, ist Max, ein Jude in den USA, zunehmend fassungslos über die Veränderungen im Denken und Ton seines Freundes.

In achtzehn fiktiven Briefen wird die Geschichte einer Freundschaft erzählt, die im Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus auf tragische Weise zerbricht.
Als Empfänger unbekannt 1938 anonym in den USA erschien, war es eine literarische Warnung – hellsichtig, präzise, kompromisslos: eine Warnung davor, wie leicht sich Menschen unter dem Einfluss totalitärer Ideologien verändern, nicht aus plötzlicher Bosheit, sondern durch schleichende Anpassung und Angst.

Gerade heute, in einer Zeit, in der in Deutschland und Europa demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, in der rechtspopulistische und extrem rechte Kräfte Zulauf erhalten, stellt Empfänger unbekannt eine einfache, aber unbequeme Frage: „Ab wann beginnt Mitverantwortung?Kressmann Taylors Erzählung erinnert daran, dass die großen politischen Katastrophen selten mit Paukenschlägen beginnen, sondern mit einem veränderten Ton, einem Brief, einem Satz zu viel – oder zu wenig.


Mitwirkende

Lesende: Daniel Cerman, Wolfgang A. Wirringa
Aufführungsrechte: PER H. LAUKE Verlag, Hamburg, www.laukeverlag.de

Karten

Jetzt den TAS-Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen!

Immer auf dem neuesten Stand bei allen Stücken, Terminen und Sonderveranstaltungen

Ebenfalls interessant